Wer Angebote vergleicht, vergleicht manchmal völlig verschiedene Leistungen – weil drei Begriffe durcheinandergehen.
Entkernung
Bei der Entkernung wird der gesamte Innenausbau entfernt: Bodenbeläge, Estrich, Trennwände, abgehängte Decken, Sanitär, Elektro, Heizung, Türen, oft auch Fenster. Stehen bleiben die tragende Konstruktion und in der Regel die Fassade. Das Ergebnis ist ein Gebäude im Rohbauzustand.
Typischer Anlass: Kernsanierung oder Umnutzung.
Rückbau
Rückbau ist der Oberbegriff für das kontrollierte, schrittweise Zurücknehmen von Bauteilen – mit dem Ziel, Materialien getrennt zu erfassen. Rückbau kann teilweise erfolgen (einzelne Geschosse, Anbauten) oder vollständig.
Abbruch
Beim Abbruch verschwindet das Bauwerk als Ganzes, häufig einschließlich Bodenplatte und Keller. Am Ende steht eine geräumte Fläche.
Die Abgrenzung in einem Satz
Entkernung nimmt das Innenleben heraus, Rückbau nimmt Bauteile kontrolliert zurück, Abbruch nimmt das Gebäude weg.
Warum die Unterscheidung Geld spart
Ein Entkernungsangebot und ein Abbruchangebot für dasselbe Objekt können sich um den Faktor fünf unterscheiden – völlig zu Recht, weil unterschiedliche Leistungen darin stecken. Prüfen Sie vor jedem Vergleich, welche der drei Leistungen tatsächlich beschrieben ist.
Häufig gehören sie ohnehin zusammen: Vor einem Gesamtabbruch wird meist entkernt, damit Schadstoffe und Wertstoffe getrennt erfasst werden können, bevor die Maschine anrückt.






