Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt ab. Aber sie lässt sich eingrenzen. Marktüblich liegen die Kosten für den Abbruch eines Wohngebäudes in Deutschland bei etwa 80 bis 200 € pro Quadratmeter Grundfläche. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Keller ergibt das grob 15.000 bis 35.000 €.
Diese Spanne ist groß, weil der Abbruch selbst oft der kleinere Teil der Rechnung ist.
Die vier echten Kostentreiber
1. Entsorgung
Der größte Block. Sauberer, sortenrein getrennter Bauschutt liegt marktüblich bei etwa 15 bis 25 € je Kubikmeter. Mischabfall kostet ein Vielfaches, belastetes Material wie asbesthaltige Stoffe kann 100 bis 300 € je Kubikmeter erreichen. Wer vor Ort trennt, spart hier am meisten.
2. Schadstoffe
Bei Gebäuden, die vor 1993 errichtet wurden, ist Asbest nie ausgeschlossen – häufig in Bodenklebern, Fliesenklebern, Dichtungen und Wellplatten. Ein Schadstoffgutachten vor dem Abbruch kostet Geld, verhindert aber Baustopps und Nachträge, die deutlich teurer werden.
3. Keller und Bodenplatte
Kellerabbruch samt Verfüllung schlägt marktüblich mit zusätzlich etwa 3.000 bis 5.000 € zu Buche. Ob die Bodenplatte bleiben kann, entscheidet die spätere Nutzung – das gehört vor das Angebot, nicht danach.
4. Zugänglichkeit
Kann ein Bagger direkt an das Gebäude fahren, oder muss von Hand gearbeitet und über eine enge Zufahrt abtransportiert werden? Zwischen beiden Varianten liegen schnell mehrere tausend Euro.
Was vor dem Abbruch zusätzlich anfällt
- Entrümpelung und Entkernung: bei einem mittelgroßen Haus marktüblich etwa 1.600 bis 3.000 €
- Abbruchanzeige oder -genehmigung über die Bauaufsicht
- Trennung von Ver- und Entsorgungsleitungen durch die Netzbetreiber
- gegebenenfalls Schadstoffgutachten
Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen
Ein seriöses Abbruchangebot nennt den Leistungsumfang, die Entsorgung und die Grenzen. Konkret sollte darin stehen:
- welche Bauteile abgebrochen werden – und welche nicht
- ob Keller und Bodenplatte enthalten sind
- welche Abfallfraktionen erfasst und wohin sie verbracht werden
- was bei Schadstofffund passiert und wie dann abgerechnet wird
- wer die Anzeige beziehungsweise Genehmigung übernimmt
Fehlt einer dieser Punkte, ist der Preis keine Zusage, sondern eine Schätzung. Fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben – bei uns und bei jedem anderen Anbieter.






