Kernbohrungen werden marktüblich nach Durchmesser und Bohrtiefe abgerechnet, häufig in einer Spanne von etwa 3 bis 10 € je Zentimeter Bohrtiefe. Dazu kommt die An- und Abfahrt.
Warum es fast immer einen Mindestauftragswert gibt
Eine einzelne Bohrung dauert oft nur Minuten – Anfahrt, Aufbau des Bohrständers, Wasserfassung, Absaugung und Reinigung dagegen deutlich länger. Deshalb setzen praktisch alle Anbieter einen Mindestauftragswert an. Marktüblich liegt er im Bereich von rund 150 bis 200 €.
Die praktische Konsequenz: Sammeln Sie Bohrungen. Fünf Bohrungen an einem Termin kosten deutlich weniger als fünfmal eine einzelne.
Was den Preis nach oben treibt
- Bewehrung – Stahl im Beton kostet Standzeit der Bohrkrone und Zeit
- Große Durchmesser – ab etwa 200 mm steigen Werkzeugkosten und Aufwand spürbar
- Überkopfbohrungen – aufwendigere Wasserfassung und Sicherung
- Beengte Räume – kein Platz für den Bohrständer
- Fertige Oberflächen – mehr Schutzaufwand und Reinigung
Wie groß kann gebohrt werden?
Im Markt sind Durchmesser von etwa 10 mm bis über 1.000 mm üblich. Für Haustechnik reichen meist 50 bis 250 mm: Abwasser und Lüftung liegen typischerweise zwischen 100 und 200 mm, Elektro- und Heizungsdurchführungen deutlich darunter.
Nass oder trocken?
Nassbohren ist Standard: Es kühlt das Werkzeug, bindet den Staub und erhöht die Standzeit. Voraussetzung ist eine Wasserfassung mit Sauger, sonst läuft das Bohrwasser ins darunterliegende Geschoss. Trockenbohren mit Absaugung ist die Alternative, wenn Wasser im Raum nicht vertretbar ist.






